Lobbyorganisationen der Rüstungsindustrie

Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV e.V.)
ATRIUM, Friedrichstraße 60, 10117 Berlin
www.BDSV.eu

Der BDSV e.V. ist Mitglied im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und damit seit Januar 2010 Nachfolger des Ausschusses Verteidigungswirtschaft im BDI. Der BDSV gibt an, dass unter seinem Dach ca. 80 Unternehmen organisiert sind. Veröffentlicht sind jedoch lediglich die Namen von 28 Firmen (abgelesen 06.11.2010). „Ordentliche Mitglieder können Unternehmen der Wehrtechnik oder der Sicherheitstechnik mit industrieller Wertschöpfung in der Bundesrepublik Deutschland werden, die sich auf dem Gebiet der Ausrüstung von Organen der Landesverteidigung und inneren Sicherheit betätigen.„

Den Vorstand des BDSV e.V. bilden Friedrich Lürßen (Präsident), Geschäftsführender Gesellschafter der Lürssen Werft GmbH & Co. KG; Klaus Eberhardt (Vizepräsident), Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall AG; Dr. Stefan Zoller (Vizepräsident), Mitglied des EADS Executive Committee; Frank Haun (Schatzmeister), Vorsitzender der Geschäftsführung der Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG; Dr. Hans Christoph Atzpodien, Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp Marine Systems AG; Claus Günther, Mitglied des Vorstands der Diehl Stiftung & Co. KG; Gerhard Schempp (Mittelstandsbeauftragter), Vorsitzender der Geschäftsführung der ESG Elektroniksystem- und Logistik GmbH.

Zum Selbstverständnis des BDSV e.V.:

„Mit dem BDSV ist ein gegenüber der Bundesregierung, aber auch für die Betrachtung von außen, z.B. durch andere Nationen erkennbares Profil geschaffen, in dem die Interessen deutscher Unternehmen einschließlich der Klein- und Mittelständischen Unternehmen unverkennbar zum Ausdruck kommen. Dieses Profil steht für weltweit führendes technologisches Potential – unverzichtbar als Beitrag zur Sicherung eigener nationaler Souveränität.

Erhalt und Ausbau dieses technologischen Potentials einschließlich der dazu erforderlichen Investitionen und Mittel im Bereich ‚Forschung, Entwicklung, Technologie‘ sind übergeordnete Ziele des BDSV. Darüber hinaus hat sich der BDSV die Aufgaben gestellt:

  • Sicherstellen der Interessenvertretung der wehrtechnischen Industrie bei Bund, Ländern und internationalen Organisationen.
  • Förderung der engen Zusammenarbeit mit den relevanten Ministerien und der Bundeswehr.
  • Darstellen der besonderen Bedeutung unserer Branche für Deutschland, vor allem mit Blick auf die Außen- und Sicherheitspolitik, den Arbeitsmarkt, sowie aktive Mitgestaltung von Spitzen- und Zukunftstechnologien.
  • Wahrnehmen der Mitgliedschaft in und der Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Verbänden und Organisationen, sowie Sicherstellen der Vertretung der wehrtechnischen Mitglieder im BDI – dem Bundesverband der Deutschen Industrie„
  • (Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 2009/2010, Bonn 2009, S. 636)


Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. (DWT) –
Studiengesellschaft der Deutschen Gesellschaft
für Wehrtechnik mbH (SGW)
Hochstadenring 50, 53119 Bonn
www.dwt-sgw.de

„Die Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. (DWT) engagiert sich seit 1957 als gemeinnütziger Verein für die staatliche Sicherheitsvorsorge der Bundesrepublik Deutschland. Sie zählt heute ca. 230 Firmen und etwa 1.000 Einzelpersonen als Mitglieder. Die DWT versteht sich als neutrale Dialogs- und Informationsplattform und ist in diesem Verständnis in der sicherheitspolitischen ‚Community‘ der Bundesrepublik Deutschland fest etabliert und auf dem Weg, dieses Renommee auch in Brüssel, dem wichtigen NATO- und EU-Zentrum in Europa zu gewinnen.

Die DWT hat sich zum Ziel gesetzt, die Kenntnis über die Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie Wehr- und Sicherheitstechnik zu fördern. In diesem Sinn sind Verteidigungs- und Sicherheitswirtschaft, Bündnisfähigkeit und Sicherheitspolitik immer Themen, mit denen es gilt, sich auseinanderzusetzen. In vielfältigen Veranstaltungen führt die DWT an diesen Themen Interessierte aus Politik, Bundeswehr und anderen Organen der Exekutive, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung sowie Verbänden und der Öffentlichkeit zusammen. Die breite Programmpalette umfasst: Tagungen, Symposien, Foren, mit oder auch ohne Ausstellung sowie Workshops, Gespräche und Parlamentarische Abende.„ (Handbuch der Bundeswehr, S. 644)

Förderkreis Deutsches Heer e.V. (FKH)
Adenauerallee 15, 53111 Bonn, Büro Berlin, Voßstraße 22, 10117 Berlin
www.fkhev.de

Aus der Selbstdarstellung: „Der Förderkreis Deutsches Heer e.V. (FKH) wurde am 11. Oktober 1995 in Bonn gegründet. Der FKH will all denjenigen ein Forum für Kommunikation, Argumentation und Interessenausgleich bieten, die sich umfassend und aktiv der Bundeswehr und hier vor allem dem Deutschen Heer verpflichtet fühlen. In diesem Verständnis will der Förderkreis alle Kräfte aus Politik, Gesellschaft und Öffentlichkeit, Armee, Wirtschaft, Beschaffung sowie Forschung und Lehre zusammenführen, die sich in besonderer Verantwortung für die bei allen multinationalen und streitkräftegemeinsamen Friedensmissionen im Schwerpunkt stehenden deutschen Landstreitkräften sehen.„ (Handbuch der Bundeswehr, S. 645)

Den Vorstand bilden Manfred Dietrich (Präsident, Generalleutnant a.D.), und die Vizepräsidenten Prof. Dr. Manfred Hirt (1995 – 2007 Vorstandssprecher der Renk AG) und Jörg van Essen (MdB, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion). Dem Präsidium gehören 20 VertreterInnen aus Politik, Heer und Rüstungskonzernen an. Der FKH weist insgesamt 160 Firmen aus, die als fördernde oder außerordentliche Mitglieder bezeichnet werden.

 

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